BMW R100RT

Testfahrt mit Folgen

Chris216 views
Street Cafe Racer Test Ride BMW R100 R80

Endlich war es an der Zeit die fertig gestellte BMW R100RT zum ersten Mal zu fahren. Wie ihr bereits wisst, habe ich das Motorrad in einem nicht fahrbereiten Zustand gekauft. Das Wetter war sonnig und ich schnappte mir meinen Helm, welchen ich gefühlt vor Ewigkeiten zum letzten Mal getragen hatte. Um ehrlich zu sein, weiß ich vor lauter Schrauben überhaupt nicht mehr wann ich das letzte mal ein Motorrad bewegt habe. Wie dem auch sei. Ich startete das Motorrad und fuhr los!

Die ersten Meter

Auf den ersten Meter fühlte sich die BMW richtig gut an. Jedoch hielt die Freude nicht lange an. Mir fiel im Vorfeld schon während des Testen des Ladereglers bei laufendem Motor auf, dass das Getriebe im Leerlauf nicht ruhig läuft. Ich dachte mir, dass die Lager wahrscheinlich dann auch ihren Dienst verweigern und man diese ersetzen müsse. Diese Vermutung bestätigte sich dann auch. Alle Gänge ließen sich ohne Kraftaufwand einlegen. Gang 3 meldete sich doch recht lautstark. Wenn ich das Geräusch beschreiben müsste, würde ich sagen, es klingt wie das Heulen eines Kompressors auf einem hubraumstarken US Fahrzeug. Dieses Geräusch, ich nenne es mal Heulen, konnte man auch im 4. Gang hören. Hier hielt sich die Lautstärke jedoch im Rahmen, was heißen will, es war nur leicht wahrzunehmen.

Die Fahrt ging weiter

BMW R100RT Classic Cafe Racer 550moto
Leider nur eine kurze Fahrt

Nachdem ich dann auch die zweite Ortschaft durchquerte, konnte ich auf einer langen Landstraße in den 5ten Gang schalten. Das Einlegen des Gangs verlief ohne übermäßigem Kraftaufwand. Doch welche Geräusche dann aus dem Getriebe kamen, waren wirklich jenseits von Gut und Böse. Die Zahnräder machten sich so lautstark bemerkbar, dass ich direkt wieder die Kupplung zog und den Gang raus nahm. Hier war die Testfahrt für mich beendet, mit der Erkenntnis, das Getriebe muss zerlegt werden. Behutsam setzte ich die Fahrt fort und fuhr zurück nach Hause.

Wie geht’s weiter

Einige wären nach so einer Testfahrt mit diesem unschönen Ergebnis wahrscheinlich sehr enttäuscht. Das Motorrad, an dem man monatelang geschraubt und jede freie Minute geopfert hat, muss nun wieder zerlegt werden. Da ich jedoch damit rechnete, dass mir das Getriebe noch Probleme bereiten wird, fiel meine Laune auch nicht in den Keller.

Nun heißt es also Getriebe ausbauen, zerlegen, Schaden begutachten und neu aufbauen!
Aber das lasse ich lieber von jemanden machen, der auf Jahrzehnte lange Erfahrung zurückgreifen kann und genau dort steht das Motorrad nun auch!

 

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