Honda CB 550

Nach 4 Jahren auf der Zielgeraden

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Nach nunmehr 4 Jahren kann ich endlich sagen, der Umbau der Honda CB 550 K3 befindet sich auf der Zielgeraden! Ziemlich erschreckend zu lesen, aber ja, im Sommer 2015 begann die Reise.

Das Motorrad war im eigentlichen bereits im Sommer 2017 „fertig“. Jedoch entschloss ich mich die CB 550 nochmal komplett zu zerlegen. Ausschlaggebend dafür war einfach der schlecht lackierte Rahmen. Der ein oder andere erinnert sich vielleicht 😉
Farbläufer und vor allem nicht haftender Lack, waren für mich einfach ein Dorn im Auge. Teilweise nicht entfernter Rost unter dem Lack, machte mich einfach sprachlos und ist nicht die Arbeitsweise mit der ich mich identifizieren kann. Ich denke jeder kann mich in dieser Situation verstehen.

Man steckt so viel Zeit, Geld und Leidenschaft in ein Projekt und möchte für sich am Ende auch ein zufriedenstellendes Ergebnis haben. Der Anspruch ist hier bei jedem verschieden, jedoch hat es meinen in diesem Fall nicht getroffen!

Beginnen wir erneut

Das Motorrad wurde Ende letzten Jahres erneut komplett zerlegt. Beiträge darüber habe ich bewusst nicht gemacht, da ich darüber ja bereits schon beim ersten Mal berichtet hatte. Schon vor dem Zerlegen überlegte ich nach Verbesserungen am Motorrad. Ich war auf vielen Messen und Events unterwegs und konnte hier sehr viel Umbauten und vor allem auch neue Produkte sehen.
Das führte dazu, dass ich den Rahmen und die Schwinge zunächst zum Karosseriebauer brachte. Dieser schweißte zum einen ein paar Halterungen an den Rahmen und zum anderen wurden ein paar Sachen ausgebessert. Dies war unter anderem das eingeschweißte Blech unterhalb der Sitzbank. Dieses wurde rausgetrennt und durch ein neues ersetzt!

Dann ging die Reise weiter zum Pulverbeschichter. Hier wurden neben dem Rahmen und der Schwinge auch sämtliche Kleinteile gepulvert. Für mich immer wieder schön anzuschauen, wenn die Teile dann alle fertig sind und einfach aussehen wie neu.

Das Farbkonzept überdenken

Honda CB 550 K3 Cafe Racer Tank
Honda light ruby red

Ich hatte in der Vergangenheit viel mit der Farbe des Tanks experimentiert. Ihr erinnert euch!? Plan war es, den rohen Metalllook unter mehreren Schichten Klarlack erstrahlen zu lassen. Dies gelang mir auch nach dem zweiten Versuch nicht, da Feuchtigkeit durch den Klarlack drang und die Oberfläche korrodieren ließ. Ich kann euch überhaupt nicht sagen, wie viele Stunden ich dafür geopfert habe. Alles vergebens!

Bereits als ich die Teile meiner CB 400 four zum Lackierer brachte, nahm ich einen zweiten Tank von meiner CB 550 mit. Dieser wurde auch im originalen Honda light ruby red Farbton lackiert. Was ich damals leider nicht wusste und der Lackierer schienbar auch nicht, es gibt 2 Farbtöne, ruby red und „light“ ruby red. Gewünscht war jedoch ruby red, welcher viel dunkler ist!
Auf der CB 400 four gefällt mir die Farbe, auch wenn es nicht ganz die richtige ist, ziemlich gut. Der neu lackierte Tank auf der CB 550, welcher den gleichen Farbton hat, leider nicht so wirklich! Aber die Farbe ist jetzt nunmal drauf.
Den so perfekten Tank noch einmal neu lackieren zu lassen, konnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Also überlegte ich mir, wie ich den Rotton besser in das Gesamtkonzept einfließen lassen kann.

Der Zusammenbau

Neuer Kabelbaum an der CB 550
Neuer Kabelbaum an der CB 550

Bevor das Motorrad wieder zusammengebaut wurde, widmete ich mich ein weiteres mal der Elektronik. Zur gleichen Zeit erledigte ich dies auch bei meiner CJ 250t und verkabelte somit 2 Motorräder parallel.
Der Grund warum ich neuen Kabelbaum erstellt habe war, dass ich die ein oder anderen Bauteile ersetzt habe bzw. kamen sie teilweise auch an einen anderen Platz.

Bevor nun aber wieder alle Anbauteile an das Motorrad kamen, musste ich mir erstmal Gedanken machen, wie man den roten Tank besser in das Farbkonzept der CB einbringen kann. Ich bin der Meinung, wenn man mehr wie 3 Farbtöne verwendet, ist es bei einem klassischen Stil einfach zu viel.
Lange musste ich nicht nachdenken, denn die Lösung lag eigentlich auf der Hand!
Die Felgen, sowie viele Anbauteile mussten wieder in Chrom erstrahlen. Bevor nun also der Zusammenbau richtig startete, verbrachte ich unzählige Stunden damit Teile zu polieren. Auch die Felgen mussten auf Vordermann gebracht werden. Die Felgenringe waren leider nicht mehr zu gebrauchen, da die Innenseiten einfach zu stark verrostet waren.

Honda CB 550 K3 Felgen Einspeichen
Leider die falschen Speichen

Somit musste ich also in den sauren Apfel beißen und mir ein Satz neuer Felgenringe samt Speichen kaufen. Leider war der Kauf auch ein ziemlicher Krampf. Mir wurden 2x die falschen Speichen für die hintere Felge geschickt. Nach mehrmaligem Versuch Kontakt mit dem Verkäufer aufzunehmen, entschloss dieser sich scheinbar einfach nicht mehr zu melden! Ich verbrachte nun also mehr Zeit damit eMails zu schreiben und irgendwie wieder an mein Geld zu kommen, als mit dem Motorrad selbst! Nach fast 3 Monaten hatte ich mein gezahltes Geld dank PayPal wieder.

Nachdem endlich alles geklärt war und ich meine Kompletträder wieder hatte, konnte es weitergehen. Wir bauten den Motor wieder ein und bestückten die CB 550 mit allen Anbauteilen.

Da dieser Beitrag schon recht lange ist, mache ich es ein bisschen spannend! Das fertige Ergebnis seht ihr im nächsten Beitrag.