Honda CB 550

Zusammenbau der Honda CB 550 K3

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Für einen Umbau dieses Ausmaßes benötigt man viel Zeit und genau die vergeht wie im Fluge. So sind wieder rund 2 Monate vergangen und es hat sich vieles getan.

Nachdem der Motor mit neuen Dichtungen versehen wurde, wollte ich diesen nun an einigen Stellen von altem Lack befreien und abschließend reinigen.

Honda CB 550 K3 Cafe Racer Motor 3

Genau hier stand ich wieder vor neuen Problemen. Um den Motor komplett dicht zu bekommen, musste ich unter anderem auch die Zündkerzen wieder reinschrauben. Jedoch war das Gewinde des 2. Zylinders nicht wirklich leichtgängig. Bis ich den passenden Gewindeschneider (Feingewinde) mit dem passenden Tool hatte, vergingen wieder 2 Wochen. Auch wusste ich zunächst nicht, wie ich die Auslässe der Zylinder dicht bekommen könnte. Da ich keine Möglichkeit hatte den Motor aufzuhängen, konnte ich auch den Krümmer nicht montieren. Nach einigen Überlegungen befestigte ich diesen einfach mit dem Auslass nach oben.

Nach mehreren Tagen der Vorbereitung, sprich Schleifen, Reinigen, erneutes Reinigen mit Ethanol und Abkleben aller nicht zu lackierenden Teilen, konnte ich endlich den Motor lackieren. Der Lack (Brillant Silber) von R&H Lacke ließ sich sehr gut verarbeiten. Hier hat sich die tagelange Arbeit dann doch gelohnt.

Auch wurde der Tank weiter bearbeitet. Diesen habe ich bis auf das blanke Metall abgeschliffen. Leider hatte ich hierfür kein Exzenterschleifer und musste dies somit alles per Hand abschleifen. Für die schwer zu erreichenden Stellen am Einfüllstutzen, griff ich einmal wieder auf den Proxxon Multischleifer zurück. Um eine gleichmäßige Struktur im Metall zu erhalten, habe ich den Tank immer nur in eine Richtung abgeschliffen. Die abschließenden Schleifvorgänge wurden dann mit Schleifpapier mit der Körnung von 400 erledigt.

Honda CB 550 K3 Cafe Racer TankDer Tank wurde zum Abschluss nur noch mit Klarlack überzogen. Der 2. Tank soll wie bereits erwähnt, wieder im originalen Look erstrahlen.

Ich werde das komplette Motorrad zunächst einmal zusammenbauen, um zu schauen, wo evtl. noch Arbeiten am Rahmen ausgeführt werden müssen. Anschließend wird das Bike wieder zerlegt.

Mit Einbau des Motors, Vergaser, Lampe und all den vielen weiteren Teilen, konnte man endlich mal wieder ein komplettes Motorrad erkennen. Nachdem ich die Einzelteile nun schon über Monate nur im ausgebauten Zustand im Keller sah, war das echt ein super Anblick. Auch finde ich es immer noch erstaunlich, wie sich die CB 550, im Vergleich zum ursprünglichen Zustand, verändert hat.

Den alten Kabelbaum habe ich vorerst auch wieder eingebaut. Ich möchte den Motor erstmal so laufen lassen, damit sich zum einen der Lack richtig einbrennen kann undHonda CB 550 K3 Cafe Racer 550 Moto zum anderen, um zu schauen, ob dieser auch wirklich läuft. Dann werde ich den alten Kabelbaum wieder entfernen und mich an die neue Elektronik wagen. Ich habe mich so entschieden, um mögliche Fehler beim Anschließen der neuen Elektronik auszuschließen zu können. Wenn der Motor mit dem alten Kabelbaum und den Komponenten läuft, kann es dann nur an der neuen Elektronik liegen.

Das Anfertigen der Grundplatte für die neue Sitzbank war mal wieder eine gelungene Abwechslung zu den ganzen Schleif- bzw. Reinigungsarbeiten der vergangenen Wochen. Hierfür verwendete ich eine 1,5mm starke Aluminiumplatte aus dem Baumarkt. Für diese habe ich ca. 21€ bezahlt.

Da die Sitzfläche nicht all zu groß ist und ich eine recht große Auflagefläche auf dem Rahmen habe, denke ich, das eine Stärke von 1,5mm ausreichend ist. Vorab habe ich mir zunächst aus einem Stück Karton eine Vorlage erstellt und diese anschließend auf die Aluminiumplatte mit einem Stift übertragen. Danach mit dem Winkelschleifer grob rausgetrennt und die Platte für weitere Anpassungsarbeiten auf dem Rahmen mit Schraubzwingen befestigt.

Honda CB 550 K3 Cafe Racer Sitzbank 2Um die perfekte Passform der Grundplatte mit all den Rundungen zu erhalten, griff ich zunächst auf einen Feuerlöscher zurück. Damit konnte ich über die Grundplatte rollen, um die gewünschte Form zu erhalten. Leider funktionierte dies nicht sonderlich gut. Also nahm ich dann doch einen Gummihammer um die gewünschte Form zu bekommen. Mit leichten Schlägen sowie gezieltem Biegen mit der Hand, habe ich mich langsam herangetastet. Nach mehreren Durchgängen hatte ich dann die gewünschte Form der Sitzplatte.

Die vorab aufgezeichnete Linie, bearbeitete ich anschließend mit dem Winkelschleifer und einer Schruppscheibe. Auch diesen Vorgang wiederholte ich mehrmals, um auch hier die perfekte Form zu erhalten. Nun werde ich für die Sitzplatte noch eine Halterung bauen, um diese auch korrekt auf dem Rahmen befestigen zu können.

Eine weitere Tätigkeit war das Anfertigen einer Abdeckung zum Schutz der Vergaser vor aufkommenden Schmutz des Hinterrades. Hier hatte ich bereits eine Platte aus Plexiglas angefertigt, doch leider war diese zu klein. Die Neue passt perfekt. Nun werde ich in den kommenden Tagen auch hierfür noch ein paar Halterungen bauen.